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Gemeinschaftsdepots |
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Hauptziel der Arbeit des Aktienclub Berlin ist die Führung zweier Gemeinschaftsdepots. Viele Investments- und Aktienclubs beschränken sich darauf, Aktientips zu geben. Manchmal geschieht das in Form einer Zeitschrift, manchmal durch den passwortgeschützen Zugriff auf bestimmte Seiten im Internet. Aber hier ist ja wieder die Entscheidungskraft des einzelnen Mitglieds gefragt. Natürlich ist es leicht, innerhalb einer Ausgabe einer Zeitung eine bestimmte Anzahl von Empfehlungen zu geben. Erfahrungsgemäß werden schon 50% dieser Tips stimmen. Interessanter, weil nachvollziehbarer, ist die Führung eines Musterdepots. Hier kann jeder die Empfehlungen seines Clubs anhand eindeutiger Kurse verfolgen. Im Depot I verwalten wir ausschließlich Aktien, die man klassisch als "Wachstumsaktien" bezeichnet. Wir verstehen darunter substanzstarke, weltweit tätige Konzerne wie RWE, Salzgitter oder StatOil. Im Depot II verwalten wir Wertpapiere, die eher den Status "spekulativ" erhalten würden. Auch im spekulativen Depot setzen wir auf Klasse; z.B. Solarworld, Rostelecom, Lukoil oder auch ausgewählte asiatische Aktien. Wir wollen durch unsere Depots dem Anleger solche Einzelentscheidungen
abnehmen.
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Im Depot Nummer I verwalten wir ausschliesslich Aktien, die man als "Wachstumsaktien" bezeichnet. Im Gegensatz zu vielen Fonds, die sich auf bestimmte Märkte oder bestimmte Regionen beschränken oder spezialisieren, haben wir uns für Aktien entschieden, die über einen längeren Zeitraum nur eines gezeigt haben: Wachstum. Wir alle wissen, dass die Börse keine Einbahnstrasse ist, wir wissen aber auch, dass es bessere und schlechtere Wertpapiere gibt. Wir sind international an allen Börsenschauplätzen der Welt durch internationale Konzerne, die weltweit tätig sind, vertreten. Coca Cola wird von 40% der Weltbevölkerung getrunken und täglich werden es mehr. Warum also in unsichere Anleihen oder unbekannte Firmen in 'Emerging Markets' (aufstrebende Industrien - oder auch nicht) investieren, wenn das die Konzerne für uns tun? Hier kommt niemand an amerikanischen Welt-Unternehmen vorbei. Aber es gibt auch viele Unternehmen aus anderen Ländern, die zu den Wachstumswerten zählen. So zum Beispiel aus den Niederlanden, aber auch bei umsichtiger Auswahl aus Japan. Bitte beachten Sie, daß in der deutschen Börsenlandschaft
der Begriff "Wachstumswert" anders definiert wird. Hier werden darunter
vornehmlich Werte des ehemaligen "Neuen Marktes" verstanden. Wachstumswert
daher, weil es sich um möglicherweise wachstumsintensive Branchen
handelt; ein "Wachstum" der Aktienkurse ist aufgrund fehlender Vergleichswerte
im Markt aber auch wegen der geringen Marktkapitalisierung und geringer
Umsätze nicht unbedingt zu erwarten. Auch wenn einige Werte des ehemaligen
„Neuen Marktes“ beachtliche Kursentwicklungen aufwiesen, so etablieren
sich jedoch die meisten der Aktien unterhalb des ersten Handelskurses oder
gar unter dem Ausgabekurs bzw. sind sie heute nur noch einige Cents wert.
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Im Depot Nummer II verwalten wir Wertpapiere, die eher den Status "spekulativ" erhalten würden. Allerdings sind wir so schlau, nicht in irgendwelche unbekannten "Penny-Stocks", unsichere Turnaround-Kandidaten oder vielleicht sogar in Unternehmen "i.A." oder "i.K." zu investieren. Auch im spekulativen Depot setzen wir auf Klasse. In jedem Konjunkturzyklus ist es sinnvoll, auf bestimmte Bereiche der Wirtschaft zu "spekulieren". So ist inzwischen jedem Teilnehmer am "Welt-Telekommunikations-Online-Markt" klar geworden, daß das Internet aus den Kinderschuhen herausgewachsen ist. Wir sehen im Internet ein Medium, dem sich zukünftig niemand mehr verschließen kann. Auch Apple und Microsoft erfreuen sich steigender Beliebtheit, trotz aller Gerüchte, Prozesse und Intrigen. Vielleicht aber auch gerade deshalb? Die gesamte PC-Industrie, der wachsende Markt des Internet, aber auch Unternehmen die Hochtechnologien (Gentechnik, kleine Pharmaunternehmen,...) vermarkten, sind aus unserer Sicht geeignete Kandidaten für unser „spekulatives“ Depot. Somit gilt unser Interesse den wirklichen, aber auch langfristigen Kandidaten eines Aufschwungs. Wir sind in unseren Depots nicht an bestimmte Branchen oder Regionen
gebunden. So erzielen wir eine höchstmögliche Flexibilität
und engen uns nicht - wie sonst übliche Länder- und Branchenfonds
- selbst ein. Für uns zählt nur die Klasse des jeweiligen Unternehmens.
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